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31. Dezember 2012



Man sagt, heute sei Neujahr.


Punkt 24 Uhr sei die Grenze zwischen dem alten und dem neuen Jahr.


Aber so einfach ist das nicht.


Ob ein Jahr neu wird, liegt nicht am Kalender, nicht an der Uhr.


Ob ein Jahr neu wird, liegt an uns.


Ob wir es neu machen,
ob wir neu anfangen zu denken,
ob wir neu anfangen zu sprechen,
ob wir neu anfangen zu leben. 


Johann Wilhelm Wilms
deutscher Komponist und Musiklehrer

(1772 - 1847)




  


30. Dezember 2012

wie wunderbar ist das denn?

am 4. Dezember, dem Tag der Heiligen Barbara, bin ich, wie bereits in den Jahren zuvor, dem alten Brauch nachgekommen und habe ein paar kleine Zweige unseres Kirschbaumes abgeschnitten und mit der Hoffnung in eine Vase gestellt, dass sie am Weihnachtsfest Blüten tragen, die man während der kalten und dunklen Jahreszeit als Symbol für helles Licht deuten kann

also gut, Weihnachten verging, die Zweige blieben in ihrem Zustand unverändert und haben leider nicht, wie erwartet, geblüht 

gestern Morgen aber, als ich wieder nach ihnen schaute, erwartete mich eine Überraschung: einige der Knospen haben sich geöffnet, und wie mir scheint, tun sie es von Stunde zu Stunde immer ein klein wenig mehr ... wie habe ich mich gefreut, als ich das entdeckte!








" ... ein Wunder sich begeben hat,
aus schwarzem Holz ist grün ein Blatt
vergangne Nacht gedrungen ... "

aus einem Gedicht von
Otto Julius Bierbaum (1865 - 1910)







wenn ich mir das nun so ansehe, bin ich sicher, dass das doch noch was wird mit den Blüten ... was meint Ihr? haben Eure Barbarazweige denn "pünktlich" geblüht?






"... jedes Werden in der Natur,
im Menschen, in der Liebe ...
muß abwarten, geduldig sein,
bis seine Zeit zum Blühen kommt"


Dietrich Bonhoeffer
(1906 - 1945)


  



nachgetragen am 1. Januar:
mit ihr habe ich das neue Jahr begrüßen können *freu*


24. Dezember 2012

als ob es gestern war ...

nein, ich habe heute weder Fotos der Weihnachtsdekoration noch unseres Tannenbaumes für Euch, ich habe nur eine kleine Geschichte, die ich Euch gerne erzählen möchte ...


einmal im Advent fuhr damals die Familie (das waren Mama, Papa, meine beiden Brüder und ich) in die Stadt, um Lichter zu schauen oder sich die Nasen an schön geschmückten Schaufenstern von großen Kaufhäusern platt zu drücken; so auch geschehen kurz vor Weihnachten 1969, um dabei eine wunderschöne, lebensgroße Lauf-Puppe inmitten vieler Spielsachen zu entdecken (erinnern sich vielleicht einige Mädels an diese Art von Puppen? die waren zu der Zeit der "Renner")

ich habe mich prompt in eine solche verliebt, die mir von diesem Moment an nicht mehr aus dem Kopf ging; und obwohl ich erst
5 Jahre alt war, konnte ich meinen Eltern auf dem Nachhauseweg sehr deutlich zu verstehen geben, dass ich mir genau diese Puppe zu Weihnachten wünschte

verrückt, es sind soooooooooo viele Jahre seither vergangen, doch ich erinnere mich gut daran, was geschah an besagtem Weihnachtsfest, und vor allem, wie ich mich fühlte, wenn ich die folgenden Fotos anschaue, die mein Papa seinerzeit von mir aufnahm ... dann ist es so, als ob es gestern war *seufz*

endlich war es soweit, der Heilige Abend war gekommen und tatsächlich, ein riesiges Geschenk lag für mich unter dem Weihnachtsbaum; ich konnte es kaum noch abwarten, es endlich auspacken zu dürfen






Vorfreude, ja, die habe ich damals empfunden, ich entsinne mich, sie war überwältigend, und mit entsprechendem Eifer - wie Ihr Euch sicherlich vorstellen könnt - machte ich mich daher auch ans Werk, schließlich habe ich lange auf sie warten müssen, ich wollte sie endlich in meinen Armen halten, meine schöne, schöne Puppe, die ich mir so sehr wünschte





dann sollte alles ganz anders kommen! die Puppe, die ich aus dem Karton holte, war auch groß, doch war es eine andere ... ihre Beine und Arme ließen sich zwar bewegen und alleine stehen konnte sie ... aber nicht laufen  !! (meine Eltern hatte damals nicht so viel Geld, um eine von diesen teuren Puppen für mich kaufen zu können, doch das konnte ich zu dem Zeitpunkt natürlich nicht verstehen) ... und so flossen an diesem Abend viele, viele Tränen ... (die Puppe habe ich im übrigen als Spielzeug nie angenommen, sie wurde von mir mit keinem Blick gewürdigt ... zum Leidwesen meiner Eltern ...)







Ihr Lieben, ich wünsche Euch allen ein friedvolles, besinnendes Weihnachtsfest, eines, das keine Enttäuschungen für Euch bereithält ... in der heutigen Zeit werden - in jeder Beziehung - immer höhere Ansprüche gestellt, und es wird stets schwieriger, diesen gerecht zu werden; wohl dem, der seinen Weg findet und besonnen beschreitet, ohne sich von der allerorts herrschenden Hektik mitreißen zu lassen

in diesem Sinne, macht es
Euch schön, ruht aus, genießt kerzenlichthelle Augenblicke ... und denen, die alleine sind, die vielleicht trauern oder gar krank sinddenen es nicht gut geht ... schicke ich ganz besonders herzliche Grüße 

23. Dezember 2012

erst eine, dann zwei, dann drei, dann vier…







 
 


Vier Kerzen brannten am Adventskranz. So still, dass man hörte, wie die Kerzen zu reden begannen.


Die erste Kerze seufzte und sagte: "Ich heiße Frieden. Mein Licht leuchtet, aber die Menschen halten keinen Frieden." Ihr Licht wurde immer kleiner und verlosch schließlich ganz.

Die zweite Kerze flackerte und sagte: "Ich heiße Glauben. Aber ich bin überflüssig. Die Menschen wollen von Gott nichts wissen. Es hat keinen Sinn mehr, dass ich brenne." Ein Luftzug wehte durch den Raum, und die zweite Kerze war aus.

Leise und traurig meldete sich nun die dritte Kerze zu Wort. "Ich heiße Liebe. Ich habe keine Kraft mehr zu brennen. Die Menschen stellen mich an die Seite. Sie sehen nur sich selbst und nicht die anderen, die sie lieb haben sollen." Und mit einem letzten Aufflackern war auch dieses Licht ausgelöscht.

Da kam ein Kind in das Zimmer. Es schaute die Kerzen an und sagte: "Aber ... aber Ihr sollt doch brennen und nicht aus sein!" Und fast fing es zu weinen an. 

Da meldete sich auch die vierte Kerze zu Wort. Sie sagte: "Hab keine Angst! Solange ich brenne, können wir auch die anderen Kerzen wieder anzünden. Ich heiße Hoffnung."

Mit einem Streichholz nahm das Kind Licht von dieser Kerze und zündete die anderen Lichter wieder an.

(Verfasser unbekannt)

21. Dezember 2012

eines tiefen Winters Frieden









In einem Lande möcht' ich wohnen,
wo der Natur gesetzter Zwang
hinwandeln läßt durch glüh'nde Zonen
des Jahres unverrückten Gang;
wo nach des Winters Regengüssen
ein langer fester Sommer kommt
und auch die Menschen fühlen müssen,
daß nicht ein wirrer Wechsel frommt.

Und wäre das mir nicht beschieden,
so möcht' ich wohnen an dem Pol,
wo eines tiefen Winters Frieden
ich mir ließ auch gefallen wohl;
da muß des Menschen Geist versenken
sich können in des Daseins Schacht
und still sich nach den Sternen lenken
in ewig heller Winternacht.

Unselig ist der Mitte Schwanken,
dem hier wir unterworfen sind,
wo Stunden wechseln wie Gedanken
und die Gedanken wie der Wind;
wo keine ruhige Entfaltung
erlaubt des Jahrlaufs wilde Hast
und in verworrner Welthaushaltung
Mensch und Natur hat nirgends Rast.


Gedicht "Das Jahr" von Friedrich Rückert (1788 - 1866)







18. Dezember 2012

"das Kleine ist ebenso wenig klein, als das Große groß ist"








 
"Die meisten Menschen wissen gar nicht, wie schön die Welt ist und wie viel Pracht in den kleinsten Dingen, in irgendeiner Blume, einem Stein, einer Baumrinde oder einem Birkenblatt sich offenbart. Die erwachsenen Menschen, die Geschäfte und Sorgen haben, sich mit lauter Kleinigkeiten quälen, verlieren allmählich ganz den Blick für diese Reichtümer, welche die Kinder, wenn sie aufmerksam und gut sind, bald bemerken und mit dem ganzen Herzen lieben. Und doch wäre es das Schönste, wenn alle Menschen in dieser Beziehung aufmerksame und gute Kinder bleiben wollten: einfältig und fromm im Gefühl - und wenn sie die Fähigkeit nicht verlieren würden, sich an einem Birkenblatt oder der Feder eines Pfauen oder an der Schwinge einer Nebelkrähe so innig zu freuen wie an einem großen Gebirge oder an einem prächtigen Palast. Das Kleine ist ebenso wenig klein, als das Große groß ist. Es geht eine große und ewige Schönheit durch die ganze Welt, und diese ist gerecht über die kleinen und großen Dinge verstreut."


Rainer Maria Rilke




16. Dezember 2012






"Tausende von Kerzen kann man am Licht einer Kerze anzünden, ohne daß ihr Licht schwächer wird.

Freude nimmt nicht ab, wenn sie geteilt wird."


Buddha (560 - 480 v. Chr.)








14. Dezember 2012

Rose im Advent






"... noch eine Ros' ... fand im Advent ich aufgeblüht, noch eines Liedes zarter Hauch klang mir verstohlen im Gemüt ..."


aus einem Gedicht von Paul Heyse (1830 – 1914)
 

13. Dezember 2012

"suchst du Licht, so findest du Licht" (Ernst Moritz Arndt)





 


Lucia-sången


Natten går tunga fjät
runt gård och stuga.
Kring jord som solŽn förlät
skuggorna ruva.
Då i vårt mörka hus
stiger med tända ljus,
Santa Lucia, Santa Lucia.


Natten är stor och stum
nu hör det svingar
i alla tysta rum
sus som av vingar.
Se, på vår tröskel står
vitklädd, med ljus i hår.
Santa Lucia, Santa Lucia.


Mörkret skall flykta snart
ur jordens dalar.
Så hon ett underbart
ord till oss talar.
Dagen skall åter ny 
stiga ur rosig sky.
Santa Lucia, Santa Lucia.







aus dem Gemälde "Sancta Lucia"  

von Francesco del Cossa (1435 - 1477)




Lucia-Lied
(aufgezeichnet nach mündlicher Überlieferung)



Dunkelheit liegt so schwer
auf allem Leben.

Sonne die scheint nicht mehr.
Nachtschatten schweben.
Durch dunkle Stub´ und Stall
schreitet im Lichterstrahl

Sancta Lucia, Sancta Lucia.


Nacht war so groß und stumm,
nun hört ein Brausen
ums stille Haus herum
wie Flügelrauschen.
Seht dort, wie wunderbar, 
kommt her mit Licht und Haar
Sancta Lucia, Sancta, Lucia.


Bald flieht die Dunkelheit
aus dieser Welt.

Bald steigt dieser Tag
erneut vom Himmelszelt.
Welch wunderbarer Geist,
 der uns dies Licht verheißt
 Sancta Lucia, Sancta Lucia.



der 13. Dezember ist der Gedenktag
für die Heilige Lucia (= die Lichtvolle)

10. Dezember 2012

"Ausdauer wird früher oder später belohnt. Meist später."
Wilhelm Busch

seit vielen Jahren bin ich von Fröbelsternen fasziniert, die ich als Kind aber leider nie gebastelt habe; bewusst habe ich sie erst als Erwachsene wahrgenommen, und von diesem Zeitpunkt an war der Wunsch geboren, selber einmal welche falten zu können

irgendwann ging ich auf die Suche nach Anleitungen, und schnell bin ich fündig geworden: soooooo viele verschiedene Beschreibungen, die für mich persönlich aber alles andere als verständlich erklärt beziehungsweise für mich umsetzbar gewesen wären! (das leidige Thema Anleitung *grrrrrr* schon ein paar Mal habe ich hier im Blog erzählt, wie schlimm es für mich ist, etwas nach einer Anleitung herzustellen, meistens geht das völlig daneben oder es bedarf unzähliger Anläufe ...)

ich weiß nicht, wie oft ich es probiert habe, leider immer ohne den erhofften Erfolg, und das Ende vom Lied war, dass ich alles - wie so oft - mittendrin hingeschmissen habe, weil ich nicht vorankam (das geht übrigens jetzt schon seit über 3 Jahren so!!)

das Blatt sollte sich wenden, und zwar mit diesem Film (auch an dieser Stelle nochmals ein herzliches Dankeschön an Dagmar), den ich zufällig entdeckte, als ich etwas ganz anderes suchte, und den ich mir daraufhin aufmerksam angesehen und den Inhalt entsprechend verinnerlicht habedanach machte ich mich erneut ans Werk, dieses Mal mit besonders viel Ruhe und Muße, denn ich wollte es endlich selber können !!!!  

die Ausdauer wurde belohnt ... mein allererster Fröbelstern lag nach einiger Werkelei vor mir (in diesem Augenblick hat mich sein Anblick ziemlich gerührt, und wenn ich ehrlich bin, auch ein wenig stolz gemacht)
 




es folgten weitere ...




 
... und mittlerweile ist kein Papier-Streifen vor mir sicher, denn momentan falte ich sie zwischendurch so oft es geht, teils auch in etwas abgeänderter, flacher Form, damit ich sie beispielsweise in Briefumschlägen verschicken kann ... die sehen dann so aus







sicherlich basteln viele von Euch schon ganz lange Fröbelsterne ... wie habt Ihr es gelernt?




ausführliche Informationen über das Leben und Wirken des Pädagogen Friedrich Wilhelm August Fröbel (1782 - 1852), den Erfinder des Fröbel-Sternes, finden sich auf dieser Seite

9. Dezember 2012







  
aus einem Gedicht von
 
Matthias Claudius
(1740 - 1815)













edit.:
Weltgedenktag 2012 - Worldwide Candle Lighting

"Jedes Jahr am 2. Sonntag im Dezember stellen seit vielen Jahren Betroffene rund um die ganze Welt um 19.00 Uhr brennende Kerzen in die Fenster. Während die Kerzen in der einen Zeitzone erlöschen, werden sie in der nächsten entzündet, so daß eine Lichterwelle 24 Stunden die ganze Welt umringt. Jedes Licht im Fenster steht für das Wissen, daß diese Kinder das Leben erhellt haben und daß sie nie vergessen werden. Das Licht steht auch für die Hoffnung, daß die Trauer das Leben der Angehörigen nicht für immer dunkel bleiben läßt. Das Licht schlägt Brücken von einem betroffenen Menschen zum anderen, von einer Familie zur anderen, von einem Haus zum anderen, von einer Stadt zur anderen, von einem Land zum anderen. Es versichert Betroffene der Solidarität untereinander. Es wärmt ein wenig das kalt gewordenen Leben und wird sich ausbreiten, wie es ein erster Sonnenstrahl am Morgen tut."

Quelle: Bundesverband verwaister Eltern e.V.

8. Dezember 2012

ein märchenhafter Anblick

gestern nachmittag habe ich es mir, während es dicke Flocken schneite, mit Tee und Plätzchen im kleinen Esszimmer gemütlich gemacht, um Fröbelsterne zu basteln (darüber werde ich ein anderes Mal berichten); meine Blicke gingen währenddessen immer wieder nach draußen und streiften dabei die Vase mit den Rosen, die auf dem Tisch vor mir stand ... was für ein wunderbarer, faszinierender Kontrast, dachte ich, der schneeweiße Hintergrund im Garten und die blutrote Farbe der Blüten; ich hatte das Bedürfnis, diese zauberhafte Farbenkombination, die sich mir bei jedem Hinsehen offenbarte und die sich einem schließlich nicht alle Tage bietet, zu fotografieren; dafür war es aber schon zu spät, es dämmerte bereits, und so musste ich mein Vorhaben auf heute morgen verschieben





so weiß wie Schnee, so rot wie Blut ... 



&



4. Dezember 2012

erinnern möchte ich heute an
Rainer Maria Rilke

eigtl. René Karl Wilhelm Johann Josef Maria Rilke
4. Dezember 1875 - 29. Dezember 1926





Rainer Maria Rilke (um 1900)








Du musst das Leben nicht verstehen,
dann wird es werden wie ein Fest.
Und lass dir jeden Tag geschehen
so wie ein Kind im Weitergehen von jedem Wehen
sich viele Blüten schenken lässt.

Sie aufzusammeln und zu sparen,
das kommt dem Kind nicht in den Sinn.
Es löst sie leise aus den Haaren,
drin sie so gern gefangen waren,
und hält den lieben jungen Jahren
nach neuen seine Hände hin.
Rainer Maria Rilke











edit.: auch die Fotos angeklickt ...?!

2. Dezember 2012











"Eine Kerze abbrennen lassen und sich wirklich einmal die Zeit dazu nehmen, gar nichts weiter zu tun als dieses."

(unbekannte Verfasserin / unbekannter Verfasser)


















edit.: dankeschön, Ihr Lieben, für Eure Worte, die mich wieder sehr berühren ♥ darf ich Euch kurz noch etwas zeigen? erinnert Ihr Euch an diesen Post? mittlerweile sind die Rosenblätter getrocknet, und weil ich ihre Farbe sehr mag, habe ich mir daraus ein zartes Kränzchen gebunden ... jetzt noch ein farblich passendes Bändchen befestigen ... fertig zum Aufhängen und Anschauen :-)

30. November 2012

Lärchenzapfen sind mir seeeeeeehr symphatisch ;-)

und zwar nicht nur, weil sie mir bei windigem Herbstwetter während des Waldspazierganges ästeweise direkt vor die Füße fallen, und ich mich nur zu bücken brauche, um sie aufzuheben, sondern weil sie - nachdem sie sich beim Trocknen auf der Heizung fast gänzlich geöffnet haben - kleinen, aufgeblühten Rosenblüten sehr ähnlich sehen

daher vergeht kein Jahr, in dem ich sie nicht sammle, um sie auf verschiedenste Art dekorieren und mich immer wieder aufs Neue an ihrem wunderbaren Anblick erfreuen zu können







"Achte auf das Kleine in der Welt,
das macht das Leben reicher und zufriedener."

Carl Hilty
(1831 - 1909)


28. November 2012

drum pflück ich, o Rose, vom Stamme dich ab



"Mary Rose"
(auch sie gehört zu den November-Rosen in meinem Garten ...)




Letzte Rose, wie magst du
so einsam hier blühn?
Deine freundlichen Schwestern
sind längst schon dahin.
Keine Blüte haucht Balsam
mit labendem Duft,
keine Blätter mehr flattern
in stürmischer Luft.
Warum blühst du so traurig
im Garten allein?
Sollst im Tod mit den Schwestern vereinigt sein ...









  aus der Oper "Martha"
von Friedrich von Flotow
(1812 - 1883)






edit.: wer das Rosenmädchen anklickt, kann sich das Lied anhören; es handelt sich dabei um eine Live-Aufnahme aus dem Jahre 1957; gesungen hat es seinerzeit die australische Sopranistin June Bronhill während einer Opernaufführung