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25. Oktober 2015

wenn die Rosen vergehn

















































"Wenn erst die Rosen verrinnen
aus Vasen oder vom Strauch
und ihr Entblättern beginnen,
fallen die Tränen auch.

 

Traum von der Stunden Dauer,
Wechsel und Wiederbeginn,
Traum - vor der Tiefe der Trauer:
blättern die Rosen hin.

 

Wahn von der Stunden Steigen
aller ins Auferstehn,
Wahn - vor dem Fallen, dem Schweigen:
wenn die Rosen vergehn."



Gottfried Benn 



3. Oktober 2015

wie herrlich schön ist diese Erde doch








"es ist, als ob ein Becher voll der reichsten Farben
jetzt auf den Herbstwald neuen Glanz ergießt ...
im Tale küsst der Wind, grad wie ein Freier,
das Laub, das leis erzitternd tief errötet ...
wie herrlich schön ist diese Erde doch,
beleuchtet von der klaren Herbstessonne ..."

Zeilen aus einem Gedicht
von Henry Wadswoth Longfellow
(1807 - 1882)


28. September 2015

die Sonne wärmet den Tag des Herbstes mild




meine Laufstrecke heute morgen im Wald um kurz vor 8 Uhr




" ... das Erdenrund ist so geschmückt, und selten lärmet
der Schall durchs offne Feld, die Sonne wärmet
den Tag des Herbstes mild, die Felder stehen
als eine Aussicht weit, die Lüfte wehen ..."

aus dem Gedicht "Der Herbst"
von Friedrich Hölderlin
(1770 - 1843)


16. September 2015

mit den Gedanken schon anderswo









"Die Bäume sind fast leer, nur einige zu früh fertig gewordene Kastanien fangen noch einmal ein wenig zu blühen an. Aber im Grunde sind sie mit den Gedanken schon anderswo, und die paar hellen Blätter, die sie mit verdünntem Chlorophyll zustande bringen, sehen sehr zerstreut aus ..."


Zeilen aus Aufzeichnungen von Rainer Maria Rilke
vom 16. September 1907




30. August 2015

daß durch diese Blätter das Licht hindurch muß ...








"Und dann wie dies:
daß ein Gefühl entsteht,
weil Blütenblätter Blütenblätter rühren?

Und dies:
daß eins sich aufschlägt wie ein Lid,
und drunter liegen lauter Augenlider,
geschlossene, als ob sie, zehnfach schlafend,
zu dämpfen hätten eines Innern Sehkraft.

 

Und dies vor allem:
daß durch diese Blätter
das Licht hindurch muß ..."


aus einem Gedicht
von Rainer Maria Rilke

22. August 2015

im Duft des Labyrinths



Blüte der 'Schloss Ippenburg' (Meiland)
heute morgen im Garten




Die klare frische Rosenblüte streichelt
mein geschlossenes Auge leicht,
als legte sie noch tausend kühle Lider,
eines auf das andere, über
mein heißes Lid. Und tausend Schlummer
breitet sie dann über meine Täuschung hin,
darunter streif ich selbst umher
im Duft des Labyrinths.


Rainer Maria Rilke

10. August 2015

so einfach :-)







"Stell' eine Blume vor das Fenster dein,
so läßt sie dir keinen bösen Gedanken herein."

Friedrich Rückert (1788 - 1866)

9. August 2015

Rose, Du Holde!





'Novalis'






"Rose, wie bist du reizend und mild!
Du bist der Unschuld liebliches Bild.
Rose, du trinkest himmlischen Tau,
schmückest den Busen, Garten und Au.
Du, die zur Gabe ich mir erkor,
lächelst aus Dornen freundlich hervor.
Sendest noch sterbend Düfte uns zu, 
Rose, du Holde!
Leben und sterben will ich wie du."


Johann Jakob Ihle (1702 - 1774)


31. Juli 2015

29. Juli 2015

Augen-Blick









Die Seele durchdringt die Augen,
sind diese doch die Fenster,
durch welche sie die äußere Natur erkennt.

Hildegard von Bingen
(1098 - 1179)


26. Juli 2015

was liebt die Liebe?

am Ufer der Liebermann-Villa am Wannsee






"Was liebt die Liebe? – Ein Eingefriedigtes. War nicht das Paradies ein eingeschlossener Ort, ein Garten gegen Osten? – Aber er schließt sich zu dicht um einen, dieser Ring – man tritt dem Fenster näher, ein stiller See verbirgt sich demütig in der hohen Umgebung – am Ufer liegt ein Boot. Ein Seufzer aus vollem Herzen, der Hauch eines unruhigen Gedankens – und es geht vom Ufer ab, gleitet über den See, von den milden Lüften einer unnennbaren Sehnsucht leise getrieben; man verschwindet in der geheimnisvollen Einsamkeit des Waldes, wird von den leichten Wellen des Sees geschaukelt, der von dem tiefen Dunkel des Waldes träumt. – Man wendet sich nach der andern Seite hin, da breitet das Meer sich unendlich vor dem Auge aus. – Was liebt die Liebe? – Unendlichkeit. – Was fürchtet die Liebe? – Eine Grenze."



Søren Aabye Kierkegaard
(1813 - 1855)

13. Juli 2015

es geht der Sommer über's Land










Sieh, wie sie leuchtet,
Wie sie üppig steht, 
Die Rose – 
Welch satter Duft zu dir hinüberweht! 
Doch lose 
Nur haftet ihre Pracht – 
Streift deine Lust sie,
Hältst du über Nacht 

Die welken Blätter in der heißen Hand … 
Sie hatte einst den jungen Mai gekannt 
Und muß dem stillen Sommer nun gewähren – 
Hörst du das Rauschen goldener Ähren? 
Es geht der Sommer über's Land …


Thekla Lingen (1866 - 1931)


20. Juni 2015

"Je größer die Liebe,
desto weiter und mannigfacher diese Welt."
Novalis (1772 - 1801)


 

eigentlich wollten wir eben im Gartencenter gar keine neue Rose kaufen ... das Tochterkind hat sich jedoch verliebt ... auf Anhieb, beim ersten Ansehen ... in






Märchenrose / Kordes (2010)




nun sind wir um diese wunderbare Märchenrose reicher, für die erst einmal im Garten ein adäquater Platz gefunden werden muss (... und das ist mittlerweile gar nicht mehr so einfach, aber ich bin ja optimistisch ...)







13. Juni 2015

nach dem Regen ...







Sie welkten hin, die Rosen, deren Düfte
mit Himmelsahnungen mich einst berauscht.
Mit Seufzern, ach, vermischt' ich nun die Lüfte,
mir war, als sei mein Inn'res umgetauscht.



aus einem Gedicht
von Charlotte von Ahlefeld
(1781 - 1849)




 

7. Juni 2015

Juni





Kletterrose 'New Dawn'





"Wenn Rosen, zahm' und wilde,
in vollster Blüte stehn,
wenn über Lustgefilde
Zephire kosend wehn.
Und wollt' mich einer fragen,
wann's mir im Sommer dann
besonders tät behagen,
den Juni gäb' ich an."



aus einem Gedicht von Wilhelm Busch (1832 - 1908)



31. Mai 2015

25. Mai 2015

Zauber der Rose






















"Der Garten hatte Rosenbüsche in Unzahl. Wie oft guckte ich lange, lange in das kühle, von der Sonne durchleuchtete Rot eines solchen Rosenkelches, und der herausströmende Duft mitsamt der himmlischen Rosenglut zauberte mich in ein fernes, fernes Paradies, wo alles so rein, so schön und selig war!"

aus einem Text von Ludwig Richter (1803 - 1884)



















24. Mai 2015

Pfingsten!






"Pfingsten! Ein Wort, das seinen Zauber auf das menschliche Gemüt üben wird, so lange noch ein Baum blüht, eine Lerche schmetternd in die Lüfte steigt und ein klarer Frühlingsmorgen über uns lacht. Ein Wort, dessen Klang selbst unter der härtesten Eiskruste des Egoismus, unter dem Schnee des Alters und in dem Herzen, das in Leid und Kummer erstarrt ist, noch ein Echo von Lenzeslust erwecken kann."

Eugenie Marlitt (1825 - 1887)








18. Mai 2015

Wonnemonat



'Mary Rose' (David Austin)





"Süßer Mai, du Quell des Lebens,
bist so süßer Blumen voll ..."


Clemens Brentano (1778 - 1842)




10. Mai 2015

Grund zur Freude


eine Blüte der "Heritage" (David Austin) eröffnet die lang ersehnte Saison in meinem Rosengarten

das ist immer ein besonderes Ereignis ... jahraus, jahrein ... ich freue mich gerade sehr ... mögen ihr noch viele folgen









"... erste Rosen erwachen,
und ihr Duften ist zag
wie ein leisleises Lachen ..."

Rainer Maria Rilke




7. Mai 2015

Flieder, blühst du ...













Flieder, blühst du,
stillt sich die Sehnsucht, –
lösest ganz leise die Flügel der Seele,
lähmst durch ein wonnig-weiches Ermüden
die vor Erwartung erregten Gedanken,
wandelnd Lust und Leid in lauter
blühendes, liebendes All-Empfinden.



aus dem Gedicht "An den Flieder"

von Karl Ernst Knodt (1856 - 1917)










4. Mai 2015

zum "Fressen" gern ;-)
Apfelblätterteig-Rosen
(mit Link zum Rezept)


bin zugegebenermaßen kein Fan von Kochen und Backen nach Rezepten ... nur manchmal, da kann auch ich nicht widerstehen ... und wenn Ihr die Form der Küchlein anseht, dann wisst Ihr sicherlich auch warum :-) 


klickt hier, und Ihr seht den Film, der mich inspiriert hat, sie auszuprobieren




vorher





nachher


die Ränder waren nach dem Backen nicht verbrannt, auch wenn es auf den ersten Blick so scheint;  die rote Farbe der Schale hat sich nur noch verdunkelt, und natürlich hat auch der Zimt seinen Teil zur Farbgebung beigetragen



3. Mai 2015

23. April 2015

das Beste kommt immer zum Schluss ;-)


die "Angelique" gehört zu den späten Tulpen im Garten ... sie blüht momentan prächtigst, und das gleich 20fach ... herrlich, ich kann mich gar nicht satt sehen an diesen zauberhaften Blüten

 





"Blumen sind die schönen Worte und Hieroglyphen der Natur, mit denen sie uns andeutet, wie lieb sie uns hat."



Johann Wolfgang von Goethe




19. April 2015

"Von allen Blütenzweigen
das weiße Wunder schneit ..."











Überschrift aus einem Gedicht von
Otto Julius Bierbaum (1865 - 1910)

17. April 2015

mit Jubel





Dieser Frühlingstag
Fängt mein Herz mit Jubel an,
Weil die Kirschen blühn!



Kobayashi Issa (1763 - 1827)

14. April 2015

Vorfreude


jetzt dauert es nicht mehr lange, und der in die Jahre gekommene, mittlerweile recht unförmig und knöchrig gewachsene Kirschbaum im Garten verwandelt sich wieder in eine "Braut" 








"Wer das Glück hat,
führt die Braut heim."

(Shakespeare)

12. April 2015

Vollfrühling


 


"Grüner Frühling kehret wieder,
bringt uns Blüten ohne Zahl ..."


Heinrich Seidel
(1842 - 1906)



21. März 2015

so ist's









"Das Schöne am Frühling ist,
daß er immer dann kommt,
wenn man ihn am dringendsten braucht."


Jean Paul
(1763 - 1825)

12. März 2015

"Du allerfrühster Frühlingsgruß,
du kleine, weiße Fee ..."

aus einem Gedicht von John Keble (1792 - 1866)







8. März 2015

es kommt auf Herz und Augen an








So viel gibt's, was beglücken kann
und Freude macht entstehen,
es kommt auf Herz und Augen an,
daß sie, was Glück ist, sehen.


Johannes Trojan,
deutscher Dichter und Humorist
(1837 - 1915)




21. Februar 2015

voll süßer Sehnsucht






"Frühling, Frühling! welche Zunge vermöchte ihn auszusagen, den Zauber, der schon im Worte liegt und das Herz schlagen läßt voll süßer Sehnsucht und seliger Hoffnung ..."



Sophie Verena (1826 - 1892)